«Für Blau­äugigkeit ist in diesem Business kein Platz»

Business Parc-Chef Melchior Buchs spricht mit Prime News-Chefredaktor Christian Keller Klartext über die Welt der Startups und die falsche Giesskannen-Politik im Baselbiet.

Business Parc-Chef Melchior Buchs spricht mit Prime News-Chefredaktor Christian Keller Klartext über die Welt der Startups und die falsche Giesskannen-Politik im Baselbiet.


Ein eigenes Unternehmen gründen, sein eigener Chef sein — dieser Wunsch geht wohl jedem irgendwann einmal durch den Kopf. Allerdings ist der Schritt in die Selbständigkeit mit vielen Risiken und Unabwägbarkeiten verbunden.

Hier kommt der Business Parc Reinach ins Spiel: Seit 20 Jahren unterstützt die Institution mit Sitz im Reinacher Kägen-Areal Jungunternehmern in der Region bei ihren ersten Schritten in den freien Markt.

Von der kostenlosen Erstberatung und Erstellung eines Businessplans bis hin zu diversen Bürodienstleistungen begleitet der Business Parc Startup-Firmen durch die Wellengänge der Anfangsphase.

Geleitet wird das Gründerzentrum seit 2014 von Melchior Buchs, der seit letztem Jahr auch als Gemeindepräsident von Reinach (FDP) amtet.



Prime News hat den 62-jährige Berner zum Gespräch in den Räumlichkeiten des Business Parcs getroffen und sich mit ihm darüber unterhalten, was es für eine Firmengründung braucht, wo die Politik gefordert ist und warum Jungunternehmer in der Regel keine IT-Nerds sind.

Im Gespräch mit Prime News kündigt Buchs an, dass der Business Parc in den nächsten Jahren einen grossen Ausbau plane. So solle das bestehende Gebäude um einen Neubau derselben Fläche ergänzt werden. Das hängt allerdings von der Finanzierung ab, die noch nicht gesichert ist.

«Wir sind immer sehr gut ausgelastet und könnten auch mehr Firmen hier ansiedeln. Aus diesem Grund wollen wir ausbauen», sagt Buchs. Es gehe auch darum, den bereits ansässigen Firmen mehr Wachstumsmöglichkeiten zu bieten.

«Die bestehenden Räumlichkeiten sind für gewisse Unternehmen ab einem gewissen Punkt zu klein. Ihnen wollen wir mit dem Ausbau mehr Fläche bieten», so Buchs.

Nicht zuletzt komme eine Vergrösserung des Business Parcs auch der Gemeinde zugute: «Diese Firmen generieren schliesslich Arbeitsplätze und bezahlen Steuern», sagt der FDP-Politiker. Zum Interview