Mit neuer Bananenbrücke über die Autobahn von Arlesheim nach Reinach

Mit neuer Bananenbrücke über die Autobahn von Arlesheim nach Reinach

Mit dem Velo vom Bahnhof Arlesheim zum Gewerbegebiet Kägen zu fahren, ist lebensgefährlich - aber nicht mehr lange. So ist Gemeindepräsident Melchior Buchs vom Erfolg der Verbindung überzeugt.

Mit dem Velo vom Bahnhof Arlesheim zum Gewerbegebiet Kägen zu fahren, ist lebensgefährlich - aber nicht mehr lange. So ist Gemeindepräsident Melchior Buchs vom Erfolg der Verbindung überzeugt.

Vermutlich würden viele Angestellte auf dem Reinacher Gewerbegebiet Kägen gerne mit dem Velo arbeiten gehen. Zumindest die Strecke vom Bahnhof Dornach-Arlesheim her wäre von der Länge her problemlos mit dem Velo zu bewältigen. Doch dafür muss man über eine enge Brücke über die Birs fahren und dann auf der Bruggstrasse die Autobahneinfahrt Reinach Süd passieren. Dort fahren täglich fast 20'000 Autos ein und aus. Freiwillig tut sich das kein Velofahrer an.

Nachfrage ist nicht abschätzbar, aber Velofahren liegt im Trend

Doch das soll sich ändern. Entlang der Bruggstrasse plant der Kanton einen separaten Veloweg. Die Fläche dafür ist im Rahmen des Quartierplans Stöcklin von einem Privatareal abgeschieden worden. Die Birs sollen die Velofahrer in Zukunft auf der historischen Nepomuk-Brücke queren, die derzeit noch für Fussgänger reserviert ist. Und von der Bruggstrasse ins Kägen sollen die Velofahrer bequem über eine neue Brücke fahren. Um den Höhenunterschied zu meistern, wird sie die Form einer Banane haben.

Die neue Route ist Teil des Ausbauschrittes der kantonalen Velorouten (siehe rechts). «Wir rechnen mit einem Bau 2021 oder 2022», sagt Armin Schmauss, im Tiefbauamt verantwortlich für die Velorouten, zur Verbindung in Reinach. Wie viele Velofahrer sie benützen werden, kann er nicht sagen. Sie werde Radler anziehen, die jetzt noch Umwege fahren müssen, um ins Kägen zu gelangen. «Und im besten Fall lassen einige dank der neuen Route das Auto stehen.»

Für Roland Chrétien, Geschäftsführer von Pro Velo beider Basel, hängt die Attraktivität der Route davon ab, wie gut die Anschlüsse an beiden Enden sind. «Die Frage ist, ob es bei den Kreiseln in Dornach Alternativen für unsichere Fahrer gibt», sagt er. Und im Kägen gebe es viel Schwerverkehr, gibt er zu bedenken.

Endress + Hauser musste neue Garderoben bauen

Der Reinacher Gemeindepräsident Melchior Buchs hingegen ist vom Erfolg der Verbindung überzeugt. «Mit der S-Bahn und dann mit dem Velo kommt man am schnellsten ins Kägen», sagt er. Velos und neue Verkehrsmittel wie Pick-E-Bike seien Teil des Mobilitätskonzepts, das derzeit fürs Kägen erarbeitet werde. Dass Velofahren ein Trend sei, dafür nimmt er als Beleg Endress + Hauser, die grösste Firma im Kägen: «Die mussten Garderoben anbauen, weil so viele Mitarbeiter mit dem Velo kommen.» Michel Ecklin, BZ, 22.8.19

Vermutlich würden viele Angestellte auf dem Reinacher Gewerbegebiet Kägen gerne mit dem Velo arbeiten gehen. Zumindest die Strecke vom Bahnhof Dornach-Arlesheim her wäre von der Länge her problemlos mit dem Velo zu bewältigen. Doch dafür muss man über eine enge Brücke über die Birs fahren und dann auf der Bruggstrasse die Autobahneinfahrt Reinach Süd passieren. Dort fahren täglich fast 20'000 Autos ein und aus. Freiwillig tut sich das kein Velofahrer an.

Nachfrage ist nicht abschätzbar, aber Velofahren liegt im Trend

Doch das soll sich ändern. Entlang der Bruggstrasse plant der Kanton einen separaten Veloweg. Die Fläche dafür ist im Rahmen des Quartierplans Stöcklin von einem Privatareal abgeschieden worden. Die Birs sollen die Velofahrer in Zukunft auf der historischen Nepomuk-Brücke queren, die derzeit noch für Fussgänger reserviert ist. Und von der Bruggstrasse ins Kägen sollen die Velofahrer bequem über eine neue Brücke fahren. Um den Höhenunterschied zu meistern, wird sie die Form einer Banane haben.

Die neue Route ist Teil des Ausbauschrittes der kantonalen Velorouten (siehe rechts). «Wir rechnen mit einem Bau 2021 oder 2022», sagt Armin Schmauss, im Tiefbauamt verantwortlich für die Velorouten, zur Verbindung in Reinach. Wie viele Velofahrer sie benützen werden, kann er nicht sagen. Sie werde Radler anziehen, die jetzt noch Umwege fahren müssen, um ins Kägen zu gelangen. «Und im besten Fall lassen einige dank der neuen Route das Auto stehen.»

Für Roland Chrétien, Geschäftsführer von Pro Velo beider Basel, hängt die Attraktivität der Route davon ab, wie gut die Anschlüsse an beiden Enden sind. «Die Frage ist, ob es bei den Kreiseln in Dornach Alternativen für unsichere Fahrer gibt», sagt er. Und im Kägen gebe es viel Schwerverkehr, gibt er zu bedenken.

Endress + Hauser musste neue Garderoben bauen

Der Reinacher Gemeindepräsident Melchior Buchs hingegen ist vom Erfolg der Verbindung überzeugt. «Mit der S-Bahn und dann mit dem Velo kommt man am schnellsten ins Kägen», sagt er. Velos und neue Verkehrsmittel wie Pick-E-Bike seien Teil des Mobilitätskonzepts, das derzeit fürs Kägen erarbeitet werde. Dass Velofahren ein Trend sei, dafür nimmt er als Beleg Endress + Hauser, die grösste Firma im Kägen: «Die mussten Garderoben anbauen, weil so viele Mitarbeiter mit dem Velo kommen.» Michel Ecklin, BZ, 22.8.19