Bestes Wahlresultat für Buchs

Nach politischen Wirren kehrt Reinach zur Normalität zurück. Die WählerInnen stärken dem amtierenden Gemeinderat den Rücken. Auch wurden die neu Kandidierenden Ferdinand Pulver (FDP), Markus Huber (SP) und Peter J. Meier (CVP) gewählt.

Nach politischen Wirren kehrt Reinach zur Normalität zurück. Die WählerInnen stärken dem amtierenden Gemeinderat den Rücken. Auch wurden die neu Kandidierenden Ferdinand Pulver (FDP), Markus Huber (SP) und Peter J. Meier (CVP) gewählt.

Nach turbulenten Jahren in der politischen Führung Reinachs tritt wieder Ruhe ein. So lässt sich das Wahlergebnis der Gemeinderatswahlen vom Sonntag auf den Punkt bringen. Die politische Zusammensetzung bleibt unverändert: Das siebenköpfige Gremium setzt sich wie zuvor aus je zwei SP-, zwei FDP- und zwei CVP-Mitgliedern zusammen. Dazu gesellt sich eine Politikerin der BDP.

Für die zurückgetretenen Gemeinderäte Klaus Endress (FDP), Bianca Maag (SP) und Stefan Brugger (CVP) wurden die neu Kandidierenden Ferdinand Pulver (FDP), Markus Huber (SP) und Peter J. Meier (CVP) gewählt.

Buchs auf Rang eins

Gemeinderatspräsident Melchior Buchs (FDP) erzielte mit 2916 Stimmen als einer der vier Bisherigen das beste Resultat, gefolgt von SP-Politikerin Christine Dollinger (2579), Beatrix von Sury (CVP) mit 2507 und Doris Vögeli von der BDP mit 2304 Stimmen. Vögeli wurde vor allem durch die Kandidatur von Benedikt Husi von den Grünliberalen herausgefordert, schaffte die Wahl jedoch entgegen dem nationalen Trend locker.

Von den neu Kandidierenden erhielt Ferdinand Pulver (FDP) 2101 Stimmen, Peter Meier (CVP) 1971. Mit 1946 Stimmen schaffte es der amtierende Einwohnerratspräsident Markus Huber ebenfalls in den neuen Reinacher Gemeinderat. Den Einzug in den Gemeinderat nicht geschafft hat Csaba Zvekan von der SVP, obwohl die Partei aufgrund ihrer Stärke im Parlament eigentlich eine Vertretung verdient hätte.

«Ich bin sehr froh, dass das Wahlergebnis so herausgekommen ist», sagte Melchior Buchs gestern Nachmittag gegenüber der BaZ. «Nach den doch eher unruhigen Jahren, welche Reinach hinter sich hat, ist es sicherlich gut, dass es jetzt etwas Sicherheit gibt.» Die vier Bisherigen, die gewählt wurden, seien ein «kompaktes Päckli». «Das heisst, dass man mit der Arbeit der Gemeinderäte in den letzten beiden Jahren sehr zufrieden ist und diese deshalb auch wieder gewählt hat.»

Grosse Herausforderungen

Das bringt sicherlich etwas Ruhe in den Reinacher Politalltag. «Ruhe hinsichtlich der personellen Situation», wie Buchs präzisiert. «Denn wir haben in den nächsten vier Jahren einige Herausforderungen zu meistern.» Er verweist auf die geplanten grossen Investitionen in die Infrastruktur – vor allem die Schulhäuser. Der geplante vollstän­dige Neubau des Schulhauses Surbaum werde für finanzpolitische Diskussionen sorgen: «Wie wollen wir die Finanzierung dieser grossen Vorhaben in Zukunft meistern?» Weitere Herausforderungen werden die Stadtentwicklung und die dazugehörigen Quartierpläne sein.

Im Reinacher Einwohnerrat verändern sich die Kräfteverhältnisse zugunsten der Grünen und Grünliberalen. Die SVP verliert zwei Sitze und verfügt nur noch über neun. Verluste im Einwohnerrat, gescheiterte Kandidatur für den Gemeinderat: Da hat offensichtlich der Auftritt des schweizerischen Parteipräsidenten Albert Rösti während des Wahlkampfs in Reinach sein Ziel verfehlt. Das erstaunt den Gemeindepräsidenten zwar. Doch er meint, dass «die drei neu gewählten Gemeinderäte Persönlichkeiten sind, bei denen man davon ausgehen konnte, dass sie viele Stimmen erhalten». Christian Fink, Basler Zeitung, 10. Februar 2020